Besonderheiten einer ERP-Lösung im Maschinenbau

Mann arbeitet an Maschine

Eine Schlüsselindustrie im Wandel

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist seit jeher eine führende Export- und Innovationsbranche. Die stark mittelständisch geprägte Branche zählt zum industriellen Rückgrat des Landes. Und doch steht sie von vielen Seiten unter Druck: ein zentrales Thema ist die Digitalisierung. Durch den Einsatz von Technologien wie dem Internet der Dinge (IoT), Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data sollen Produktionsprozesse effizienter und flexibler gestaltet werden.
 
Dabei spielt auch das Enterprise Resource Planning (ERP) eine entscheidende Rolle. Moderne ERP-Systeme integrieren sämtliche Geschäftsprozesse und ermöglichen eine nahtlose Kommunikation und Datenverarbeitung, was die Effizienz und Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette erhöht. Wie ein ERP-System für die Maschinenbaubranche ausgestattet sein muss, lesen Sie in unserem Artikel.

 

Wachstumstreiber Digitalisierung und Automatisierung

Vielfältige Herausforderungen beschäftigen den Maschinen- und Anlagenbau: darunter Bürokratiebelastungen, Handelskonflikte, steigende Kundenanforderungen, zunehmender Kostendruck und Fachkräftemangel. Die Erschließung potenzieller Wachstumsbereiche im Maschinenbau ist eng verknüpft mit einem hohen Grad an Digitalisierung, Dekarbonisierung und dem Aufbau resilienter Lieferketten. Der Digitalisierungsdruck nimmt zu, denn Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten sind jetzt gefragt, um adäquat auf Veränderungen reagieren zu können. Die Digitalisierung von Prozessen bringt neue Anforderungen mit sich, nämlich die intelligente Vernetzung von Produktions- und Logistikprozessen mit Maschinen, Stichwort: Industrie 4.0.

 

Im Arbeitsalltag von Anlagen- und Maschinenbauern kommt es vor, dass die Fertigungsabteilung feststellt, dass bestimmte Bestandteile eines Konstruktionsentwurfs sich nicht wie geplant realisieren lassen. Manchmal kommt es auch vor, dass notwendige Artikel und Baugruppen gerade nicht lieferbar sind – dann sollte umgehend eine Meldung vom Einkauf an die Konstruktionsabteilung erfolgen. Mit abteilungsübergreifenden Informationsprozessen wird Konflikten und gravierenden Verzögerungen entgegengewirkt. Zu den aktuellen Herausforderungen zählen:
 

  • Wettbewerbsdruck
  • Zeit- und Kostendruck
  • Übergang zur Industrie 4.0
  • Problemfreie abteilungsübergreifende Kommunikation
  • Schnelles Reaktionsvermögen und Flexibilität bei Auftragsänderungen
  • Umfassende und einwandfreie Dokumentation über Produktentstehung

Anforderungen an eine ERP-Software für Maschinenbau

Mit den Herausforderungen innerhalb der Maschinen- und Anlagenbaubranche gehen entsprechende Anforderungen an eine geeignete ERP-Lösung einher: Im Zentrum steht das perfekte Zusammenspiel aller Bereiche. Branchenspezifische Werkzeuge sind unumgänglich, oft bedarf es zusätzlich unternehmensindividueller Anpassungen an die jeweiligen Geschäftsprozesse. Ein hoher Automatisierungsgrad kann helfen, Kostennachteile wettzumachen und Qualitätsvorteile besser zur Geltung zu bringen. Nachfolgend ein kurzer Überblick über elementare Funktionen und Features eines passenden ERP-Systems für den Maschinenbau:

 

Mann arbeitet am Computer

PLM- / CAD-Integration

Maschinen- und Anlagenbauunternehmen sparen wertvolle Arbeitszeit, minimieren Fehlerquellen und verbessern die interne Kommunikation, indem sie ein CAD-Programm in die ERP-Software integrieren. Durch die Verknüpfung von CAD-Umgebungen mit einem ERP-System stehen allen involvierten Abteilungen jederzeit alle Zeichnungsdaten und Pläne in einem einheitlichen Format zur Verfügung.

 

Stücklistenmanagement

Eine wichtige Anforderung an Ihr ERP-System im Maschinenbau ist es, wachsende Stücklisten automatisiert per CAD-Schnittstelle zu erweitern und zu modifizieren. Dies stellt sich als äußerst nützlich heraus, wenn zum Beispiel Entwürfe in der Konstruktion erst nach der Planungsphase angepasst wurden. Automatisch wachsende Stücklisten dienen außerdem einer schlüssigeren Dokumentation von Aufträgen: Änderungen der aktuellen Maschinenkonfiguration müssen so beispielsweise nicht in einem extra Dokument dargelegt werden – es ist stattdessen ausreichend, die entsprechende Stückliste abzuändern.
 

Mitlaufende Kalkulation

Ebenso sollte ein gutes ERP-System für den Maschinenbau eine mitlaufende Kalkulation beinhalten: Hierbei besteht die Chance, tragfähige Kalkulationen als auch verlässliche Termin- und Kostenpläne für Unternehmen zu erstellen. Betriebe behalten so selbst bei häufigen Änderungen komplexer Projekte stets den Überblick und können so die Aufträge auf einem profitablen Niveau halten.

 

Integriertes Projektmanagement

Um Termine, Kosten, Dokumentationen und Erlöse jederzeit im Griff zu haben, empfiehlt sich für den Maschinenbau ein ERP-System mit integriertem Projektmanagement. Dadurch gewinnen Unternehmen größte Prozesssicherheit und können einzelnen Projektvorgängen Aufgaben zuordnen.
 

Dokumentenmanagement

Als Schwachstelle in Fertigungsprojekten werden immer wieder physische Auftragsakten identifiziert, was zur Beeinträchtigung des Arbeitsflusses führen kann. Daher sollte ein ERP-System für Maschinenbau über ein integriertes Dokumentenmanagement verfügen. Dadurch wir die Bearbeitung und Teilung von Dokumenten vereinfacht. Zudem können sämtliche Belege, Aufträge, Angebote und Dokumente revisionssicher abgelegt und zentral von allen Abteilungen eingesehen werden.
 

Produktionsplanung und -steuerung

Maschinenbauunternehmen nutzen dank ERP-Lösungen mit Produktionsplanung und -steuerung ihre Ressourcen optimal. Die tatsächliche Auslastung der Fertigung bleibt aufgrund einer effektiven Kapazitätsplanung stets im Blick, wodurch verlässliche Terminaussagen gegenüber Kunden möglich sind.

Ingenieur vermisst Bauteil

So finden Sie die passende ERP-Lösung für den Maschinenbau

Die Prozesse im Maschinenbau sind mitunter komplex; damit die Abläufe optimal ineinandergreifen und Informationen jederzeit aktuell abrufbar sind, braucht die ERP-Lösung branchenspezifische Funktionen und hohes Maß an Flexibilität.
 
Die Software sollte an unternehmensindividuelle Abläufe anpassbar sein und eine effiziente Planung als auch Steuerung der Geschäftsprozesse ermöglichen: Dank CAD-Integration, wachsender Stücklisten, mitlaufender Kalkulation oder integriertem Projekt- und Dokumentenmanagement wird dieses Vorhaben vereinfacht realisierbar.

Die in diesem Blogartikel genannten Funktionen und Features sollten Sie bei der Wahl des richtigen ERP-Anbieters für Maschinenbauunternehmen unbedingt berücksichtigen. Des Weiteren fällt Ihnen die Entscheidung für eine ERP-Software leichter, wenn Sie folgende grundlegende Prinzipien verfolgen:

 

Anpassungsfähigkeit

Je schneller und unkomplizierter sich das System an veränderte Anforderungen anpassen lässt, desto größer ist der dadurch gewonnene Wettbewerbsvorteil. Bei der Auswahl des ERP-Systems sollten Sie auf einen modularen Aufbau achten: Damit können Sie im Idealfall Komponenten nach Ihren Bedürfnissen kombinieren. Auch die updatesichere Anpassbarkeit des Produkts sollte ein wesentlicher Bestandteil Ihres ERP-System sein; klären Sie mit dem Anbieter vorab, ob er Ihnen zukunftsfähiges Customizing und damit Investitionssicherheit garantiert.


Professionelle Betreuung bei der Implementierung

Setzen Sie auf Entwicklung, Einführung und Betreuung aus einer Hand und schonen Sie dadurch Ihre Unternehmensressourcen. Es ist wichtig, dass Ihnen Ihr ERP-Anbieter einen verlässlichen, realistischen Projektplan vorlegt und Sie auch nach der Implementierung kompetent unterstützt.

 

Nahtlose Integration bestehender Prozesse

Beachten Sie, dass der Datenaustausch mit externen Partnern durch standardisierte Schnittstellen verfügbar ist. Eine mobile Variante des ERP-Systems birgt zusätzlich Vorteile für flexibles, standortunabhängiges Arbeiten.
 

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