Mit dem ERP-System Lieferengpässe vermeiden

 
Das einst gut geölte Getriebe der Globalisierung ist ins Stottern geraten. Unternehmen kämpfen mit brüchigen Lieferketten, wachsenden Lieferengpässen und steigenden Preisen. ERP-Lösungen unterstützen Unternehmen durch durchgängig digitale Prozesse im Beschaffungswesen und sorgen damit für mehr Transparenz und Flexibilität. Mit einem ERP-System können Unternehmen Risiken und ungeplante Veränderungen in der Lieferkette schneller erkennen und Gegenmaßen einleiten.
 

Zu der instabilen Versorgungslage führte eine Reihe an Ereignissen, die Corona-Pandemie war nur eine davon. Auch die Suez-Blockade, Chinas No-Covid-Strategie und Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine stellen vor allem die Hersteller, den Handel und den Bau auf eine harte Probe. Erschwerend hinzu kommen strukturelle Probleme des Weltmarkts und der Klimawandel. Die Folge: mangelnde Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe, wie etwa Holz und Papier.

Prozesse und Lieferketten überdenken

 

Die Rohstoffstudie 2022 von inverto hält fest: "Die geopolitischen Auswirkungen des Ukraine Kriegs resultieren in dauerhaften Veränderungen im Einkauf mit Fokus auf Risikomanagement, Multiple Sourcing und Lagerhaltung. Weiterhin steigende Rohstoffpreise und Energiekosten wirken sich beträchtlich
auf das Geschäftsergebnis aus. Um sich gegen massive Preissteigerungen zu wappnen, müssen Unternehmen Transparenz über die gesamte Supply Chain schaffen und schützende Gegenmaßnahmen ergreifen." Viele Firmen stehen nun vor der Aufgabe
, Prozesse und Lieferketten zu überdenken und neu zu gestalten. Das Ziel: nachhaltiger, agiler und effizienter werden. Der Weg zu mehr Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit und Transparenz von Lieferketten führt künftig über datengestützte Automatisierung, künstliche Intelligenz und neue Technologien.

 

Doch hier liegt die Krux wie eine Untersuchung des Harvard Business Review zeigt: der zufolge sind 92 Prozent der befragten Führungskräfte im Bereich Beschaffung unzufrieden mit dem Stand der digitalen Transformation. Und eine Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte stellt fest: die digitale Transformation wird konventionellen Prioritäten wie dem Kostenmanagement noch zu oft untergeordnet.

Eine ERP-Software für mehr Überblick

Um Lieferengpässen effektiv entgegenwirken, bedarf es einer ganzheitlichen Sicht: auf das eigene Unternehmen genauso wie auf alle bestehenden Lieferantenbeziehungen und Kundenverpflichtungen. Ein integriertes ERP-System bietet dafür verschiedene Instrumente, wie etwa ein Supply Chain Management, EDI, eine Lieferantenbewertung und Verfügbarkeitsprüfung. Die zentrale Datenhaltung bietet allen Beteiligten einen schnellen Zugriff auf aktuelle Informationen und die Möglichkeit einer strukturierten, digitalen Zusammenarbeit.

 

Moderne ERP-Systeme nutzen die Möglichkeiten des „Internet of Things“ und kombinieren diese mit den Vorteilen künstlicher Intelligenz. Externe Informationen wie Tracking-Daten aus Bestellungen fließen dabei mit internen Daten wie Materialbestand, Bedarf oder aktuellen Aufträgen zusammen. Ein kontinuierlicher Abgleich sorgt dafür, dass die Bedarfsermittlung und Materialbeschaffung effizienter gestaltet werden können.
 

Einkauf und Engpässe effektiv managen mit einem ERP-System

 

Strategische Beschaffung anhand von Prognosen

 

Durch den Einsatz moderner Analyse-Tools, wie multidimensionale Data Cubes (Datenwürfel), lassen sich alle wichtigen Daten aus der externen Lieferkette und der internen Produktions- und Absatzplanung aggregieren sowie aus verschiedenen Perspektiven untersuchen und auswerten. Moderne Business Intelligence Tools helfen bei der strukturierten, regelmäßigen und automatisierten Analyse der Rohstoffmärkte. Die Einkäufer erhalten Einblick in drohende Lieferrisiken und in die vorhandenen Optionen. Falls nötig, können sie zeitnah korrigierend in die Prozessabläufe eingreifen. KI-gestützte Datenauswertungen helfen dabei, ungünstige Naturereignisse präzise und schnell vorherzusagen. Mittels intelligenter Algorithmen können Prognosen erstellt und daraus abgeleitet werden, zu welchem Zeitpunkt mit Lieferengpässen zu rechnen ist.

 

Verfügbarkeitsprüfung nach ATP
 

Mit der Materialverfügbarkeitsprüfung nach ATP-Logik wird sichergestellt, dass der aktuelle Bedarf durch den Bestand bzw. durch geplante Zugänge aus Einkauf und (Vor-)Fertigung gedeckt ist. Unternehmen können dadurch frühzeitig erkennen, ob eine Komponente zum Bedarfstermin verfügbar sein wird, oder ob weitere planerische Aktivitäten notwendig sind, um die Materialverfügbarkeit sicherzustellen. Die Liefer- und Planungssicherheit kann damit sowohl im innerbetrieblichen Fertigungsprozess als auch bei der Liefertermin-Ermittlung erhöht werden. Die transparente Darstellung der Materialverfügbarkeit über alle Stücklistenebenen hinweg in einer Oberfläche vereinfacht es, verlässliche Aussagen zu Lieferterminen zu treffen. Probleme in der Lieferkette können frühzeitig erkannt und Lösungsansätze simuliert werden.

 

Lieferantenbewertung als Korrektiv

 

Verspätete oder nicht zugestellte Sendungen können auch von einem Lieferanten selbst verschuldet werden. Kommt es zu Problemen in der Zusammenarbeit, sollten die Unternehmen die Informationen analysieren, die über den Zulieferer im Beschaffungssystem gespeichert sind. ERP-Systeme mit einer entsprechenden Funktion ermöglichen einen objektiven Lieferantenvergleich. Alle Bewertungsergebnisse werden zentral an einer Stelle gesammelt, konsolidiert und sind jederzeit verfügbar. Mit der Auswertung können die wichtigsten Lieferanten klassifiziert werden. Stellt sich heraus, dass ein Zulieferer es mit der Liefertreue generell nicht so genau nimmt, sollten Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden. Als Gesprächsgrundlage für Verhandlungen oder Feedback-Gespräche mit Lieferanten stehen Ihnen übersichtliche Diagramme und Charts mit Echtzeit-Informationen zur Bewertung zur Verfügung.

 
Risiken frühzeitig erkennen: Das regelmäßige Monitoring bei strategisch wichtigen Materialgruppen oder Lieferanten liefert Ihnen die beste Entscheidungsgrundlage, sollten sich Abweichungen bei kritischen Faktoren häufen.

 

 
 

Neues Gesetz: Die Lieferkettensorgfaltspflicht
 

Am 1. Januar 2023 tritt das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) zur Vermeidung von Menschenrechts- und Umweltrechtsverletzungen in globalen Wertschöpfungsketten in Kraft. Unternehmen stehen damit vor der nächsten Herausforderung.
 
Jeder Lieferant stellt ein potenzielles Haftungsrisiko dar und muss hinsichtlich etwaiger Compliance-Risiken überprüft werden. Ein ERP-System kann mit Tools wie einer Lieferantenbewertung und einer Sanktionslistenprüfung Unternehmen bei der Umsetzung rechtssicherer Lieferketten unterstützen.

 

Der Wert eines ERP-Systems: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

 

Mit einem intelligenten ERP-System können Sie sich für die nächste Knappheit wappnen: Voraussicht, Flexibilität und Schnelligkeit ermöglichen eine bessere Rohstoff-, Material- oder Komponentenbeschaffung sowie die Echtzeit-Anpassung der Unternehmensprozesse.
 

  • Flexible Beschaffung auf Basis von aktuellen Einkaufsdaten, um zeitnah auf Risiken reagieren und in laufende Prozesse eingreifen zu können
  • Effiziente Abbildung der Beschaffungsprozesse mit dem Ziel, die Prozesskosten zu reduzieren und Einsparpotenziale umzusetzen
  • Transparenz und zentraler Zugriff auf aktuelle Daten, Informationen und Geschäftsdokumente

 
 

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