Ein Auftragszettel, eine Word-Datei und ein Kabelstrang: So beginnt Ende der 1990er die Erfolgsgeschichte von maurer electronic. Heute arbeiten rund 150 Fachkräfte an zwei Standorten im oberschwäbischen Uttenweiler. Aus dem kleinen Betrieb von damals ist inzwischen ein gefragter Fertigungspartner geworden, spezialisiert auf Kabelkonfektion, Schaltschrank- und Prüfgerätebau.
Ob Kleinserie, Prototyp oder komplexe Baugruppe: Das Uttenweiler Unternehmen beliefert verschiedene Weltmarktführer, viele davon aus Oberschwaben und der Bodenseeregion. Selbst bei engen Zeitfenstern bleibt die Qualität präzise. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis strukturierter Prozesse. Seit 2015 steuert maurer seine Abläufe digital und vernetzt mit dem ERP-System business express. Damit wurde der Grundstein für strukturiertes Wachstum und den Weg zur Gläsernen Fabrik gelegt.
Vom Papier zur Plattform
„Wir waren stark gewachsen, aber die Prozesse waren immer noch analog“, erinnert sich Marco Ihle, Prokurist und kaufmännischer Leiter bei maurer. Der Wendepunkt kam 2015, als das Team 58 Personen zählte: business express wurde eingeführt. Zum ersten Mal liefen Stücklisten, Auftragsarchivierung, Produktionssteuerung und Einkauf in einem gemeinsamen System – ein echter Umbruch. Das ERP wurde zur Basis, auf der sich das Wachstum endlich gezielt steuern ließ.
2017 kam ein zweiter Standort in Uttenweiler dazu und mit ihm neue Anforderungen: zwei Werke, ein System, null Papier. „Ein zusätzlicher Standort bedeutet nicht nur mehr Fläche, sondern auch mehr Komplexität; die Prozesse mussten mitwachsen“, sagt Marco Ihle. Heute werden Produktionsaufträge digital verteilt, Zeiten zentral gemeldet, Dokumente automatisch am Artikelstamm hinterlegt. Der gesamte Materialfluss ist digital steuerbar und für alle Beteiligten transparent.
Aus Daten wird Durchblick
Was früher parallel lief, läuft heute vernetzt: Auftragsabwicklung, Einkauf, Lager und Produktion greifen in einem System ineinander. Mit Power BI werden Kennzahlen in Echtzeit dargestellt, vom Überblick bis zur Maschinenauslastung.
Da die Maschinen direkt angebunden sind, werden auch Daten aus der Produktion erfasst: So wird der Wellrohrschneider direkt über Stücklisten im ERP angesteuert. Marco Ihle erklärt: „Die Anbindung macht den gesamten Ablauf transparenter und effizienter; vom Fertigungsstart bis zur Rückmeldung läuft alles über ein System in Echtzeit.“
Digitale Halle, digitaler Zwilling
Die neue Fertigungshalle markiert den nächsten Schritt: eine durchgängig digitalisierte Produktion, von der Materialbewegung bis zum Prüfprotokoll. Auf über 4.000 Quadratmetern Produktions- und Logistikfläche entstehen moderne, vernetzte Arbeitsbereiche. Bald sausen bis zu 86 Roboter durch das Lager, holen, bringen und sortieren – gesteuert über business express. Alle Abläufe greifen hier ineinander: Maschinen, Daten und Material bewegen sich im Takt des Systems. Was hier passiert, ist mehr als Automatisierung.
Parallel dazu entsteht ein digitaler Zwilling, sowohl für Produkte als auch für Prozesse. Wartung, Instandhaltung und Qualitätssicherung sind bereits Teil davon: sie werden über das ERP geplant, dokumentiert und rückverfolgt. Für den Innovator Ihle, der das Projekt seit Jahren maßgeblich vorantreibt, ist klar: „Wachstum produzierender Unternehmen funktioniert nur mit zukunftsfähiger ERP-Landschaft – oder wird durch sie getragen.“
Effizienz in Etagen
In Uttenweiler nimmt die Gläserne Fertigung Form an: mit effizienteren Abläufen, ergonomischen Arbeitsplätzen und einer durchgängig digital gesteuerten Produktion. Ein echtes Highlight der neuen Halle ist das automatische Kleinteilelager:STOROJET arbeitet auf 15 Etagen, bei gerade mal 370 Quadratmetern Grundfläche und schafft so über 1.500 Quadratmeter Lagerfläche. Bis zu 3.000 Picks pro Tag sind damit drin – vorher waren es maximal 650.
Die Roboter holen Trays aus dem Lager und liefern sie punktgenau zum Kommissionierer, gesteuert über business express. Das System greift direkt in den Ablauf ein und entlastet das Team deutlich. „Was vorher manuell und wegeoptimiert war, läuft jetzt auf Knopfdruck. Das AKL bringt nicht nur Tempo, sondern endlich auch volle Transparenz in unsere Lagerprozesse“, so Marco Ihle.
Über maurer electronic gmbh
150
Mitarbeiter
75
Anwender
2
Standorte
2015
Kunde seit
Lösungen statt Limitierungen
Auch die restliche Lagerlogistik ist vollständig digitalisiert: mobile Scanner, automatische Etikettierung, Echtzeitrückmeldungen. Jeder Pick triggert nahtlos den nächsten Prozessschritt. Materialverfügbarkeit, Rückstände und Engpässe sind ohne Umwege sichtbar. „Heute sieht jeder sofort, was als Nächstes zu tun ist“, so Ihle.
Software kann viel. Aber ohne Partner, die Prozesse mitdenken, bleibt Wachstum Stückwerk. maurer setzt auf Standards, wo sie passen und auf Flexibilität, wo sie gebraucht wird. Für den Elektronikspezialisten aus Baden-Württemberg ist ein ERP nicht nur ein technisches Werkzeug, sondern Teil eines gemeinsamen Arbeitsmodells; mit einem Partner, der Prozesse versteht und sie in robuste und flüssige Abläufe übersetzt.
ERP als Wegbereiter für Wandel
„Digitalisierung ist kein Projekt. Sie endet nicht, sie verändert nur den Alltag“, sagt Marco Ihle. Und wenn es knifflig wird? „Dontenwill sagt nie ‚Nein‘ und findet immer eine Lösung“, bilanziert Ihle. Digitale Transformation ist kein Ziel, sondern ein fortlaufender Prozess. Der Mittelständler aus Uttenweiler hat ihn vor zehn Jahren angestoßen und seitdem seine Produktion Schritt für Schritt vernetzt, digitalisiert und erweitert.
Meilensteine wie die neue Fertigungshalle, das automatische Kleinteilelager und die Digitalisierung bis in die Fertigungstiefe ebnen den Weg zur Gläsernen Fabrik. business express spielt dabei eine zentrale Rolle: Das ERP verbindet Prozesse und Maschinen, strukturiert Abläufe neu und eröffnet Raum für Entwicklung. Prozesse verändern sich, Systeme müssen mithalten und Partner auch. Denn gute Zusammenarbeit endet nicht beim Go-live.
Zehn Jahre, ein gemeinsamer Weg
„Wir wissen, wo wir hinwollen und was dafür nötig ist. Transparenz, Tempo, Flexibilität erreichen wir nur mit einem ERP, das unsere Abläufe durchgängig abbildet und uns gleichzeitig weiterdenkt“, sagt Marco Ihle. Mit diesem Weg zeigen die Uttenweiler, wie sie Technik, Prozesse und Menschen sinnvoll zusammenbringen. So gelingt digitale Transformation Schritt für Schritt, mit einem ERP, das Abläufe stabil abbildet, weiterdenkt und mitwächst.
„In den letzten zehn Jahren der Zusammenarbeit mit Dontenwill gab es immer wieder konstruktive und innovative Momente, die alle Bereiche in die Optimierung gebracht haben“, sagt Ihle rückblickend. „Die aktuellen Herausforderungen zeigen erneut, dass eine Optimierung ohne Automatisierung und Digitalisierung nicht funktioniert. Wir freuen uns auf den nächsten Schritt in Richtung Gläserne Fabrik.“
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